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Die geografische Lage im Zentrum Russlands bestimmt die Besonderheiten der Entwicklung Sibiriens. Die Gebiete vom Ural bis zum Fernen Osten waren schon immer ein Begegnungsort der europäischen und die asiatischen Zivilisation. Das hat nicht nur außenpolitische und wirtschaftliche Prioritäten, sondern auch eine besondere sibirische Mentalität geprägt.

Die Bevölkerung Sibiriens war niemals nach ihrer Herkunft oder nach ihrer ethnischen Angehörigkeit einheitlich. Insgesamt leben auf diesem Gebiet über 100 Nationalitäten zusammen, die im ständigen Austausch miteinander stehen, sich aneinander anpassen und sich dadurch weiterentwickeln.

Die stürmische Erschließung Sibiriens, die Geschichte der Verbannungen und Konzentrationslager, das rasche industrielle und wissenschaftliche Wachstum nach dem Krieg – all diese Faktoren beeinflussen die gegenwärtige soziale Lage auf dem riesigen Territorium.

In Sibirien verlaufen gleichwohl soziale Prozesse, die für ganz Russland typisch sind. Das sind auf der einen Seite Reformen und Modernisierung, denen geringe Geburtsraten, der Abfluss der qualifizierten jungen Fachkräfte, ein Anwachsen der sozialen Unsicherheit und der bürgerlichen Passivität gegenüberstehen.

Das neu gegründete Büro der Friedrich-Ebert-Stiftung in Nowosibirsk hat die Aufgabe, gemeinsam mit staatlichen und zivilgesellschaftlichen Strukturen die zivilgesellschaftliche und soziale Entwicklung Sibiriens zu unterstützen und deutsch-russische Beziehungen in dieser Region zu fördern.

 

Büro in Nowosibirsk
Leiterin: Swetlana Michailowa

Uliza Wos’chod 14/1, Büro 509
630102 Nowosibirsk
Tel./ Fax: +7 (383) 254-00-99
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