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Wie funktioniert objektive Berichterstattung über soziale Probleme?

Wie funktioniert objektive Berichterstattung über soziale Probleme?

Die Konferenz „Ökologie des sozialen Raums: Journalismus für die Gesellschaft“ hat Ende Oktober an der Nowosibirsker Staatlichen Universität (NGU) mit Unterstützung der Friedrich-Ebert-Stiftung stattgefunden.

Die jährliche internationale Konferenz der Fakultät für Journalismus der NGU wurde diesmal den Problemen sozial-wirtschaftlicher Entwicklung und deren Widerspieglung in den Massenmedien gewidmet. Die russischen Teilnehmer haben vom Einfluss der Medien und der sozialen Netzwerke auf die Gesellschaft berichtet. Während der Plenarsitzung hat die Leiterin der Fakultät für Medienkommunikation Anna Katschkajewa (Higher School of Economics, Moskau) den Vortrag zum Thema „Medienökologie in den Zeiten der „hybriden“ Kriege, des „Mobilmachungsjournalismus“ und der „informationellen“ Aggression des digitalen Raums“ gehalten. Ihr Kollege, Professor derselben Fakultät (HSE) Iosif Dsjaloschinski hat über das Thema „Soziale Entwicklung: eine Medienressource oder eine Bedrohung?“ berichtet. Während der Vorträge und im Rahmen der Diskussion spürte man die wachsenden Befürchtungen der Experten angesichts des negativen Einflusses der Massenmedien mit deren Konfliktrhetorik und Beispielen einer offenen Manipulation auf die Haltung der Gesellschaft.

Auf Einladung der Friedrich-Ebert-Stiftung hat an der Diskussion der deutsche Journalist, Schriftsteller und Dokumentarfilmregisseur Christian Stahl teilgenommen. Er hat seinen Vortrag der Flüchtlingsproblematik in Europa gewidmet. Stahl hat betont, dass die primäre Aufgabe der Medien in einer erschöpfenden Berichterstattung über die Ereignisse besteht, vor allem, wenn es um die akute soziale Problematik geht. Zum Beispiel wäre es in der Situation mit den Flüchtlingen objektiver nicht nur die schwierige Situation an den Grenzen der europäischen Städte zu zeigen, sondern auch von den Maßnahmen zu berichten, die von den Regierungen für die Lösung des Problems ergriffen werden. Außerdem sollten auch die Einheimischen erwähnt werden, die die Flüchtlinge mit dem Spruch „Herzlich willkommen“, mit Kleidung und Lebensmitteln empfangen, sowie die echten Geschichten aus dem Leben einzelner Menschen und ganzer Familien. Stahl ist überzeugt, dass Deutschland über große Erfahrung im Bereich Integration der Flüchtlinge verfügt, aber es ist besonders wichtig, den Flüchtlingen das Recht auf Arbeit zu gewährleisten. Die junge Journalistin Kaja Klapsa aus Berlin, die für „Die Welt“ und den „Tagesspiegel“ tätig ist, hat die Diskussion über die Agenda der deutschen Medien mit dem Vortrag „Jugend und Medien in Deutschland“ fortgesetzt.

Am zweiten Tag haben Dozenten und Medienforscher aus verschiedenen Städten Russlands die Arbeit im Rahmen von drei thematischen Arbeitsgruppen fortgesetzt. Zum Schluss hat der Workshop von Christian Stahl „Media-Maker“ für die Masterstudenten der journalistischen Fakultät der Nowosibirsker Staatlichen Universität stattgefunden. 

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