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Konferenz "Green economy and the quality of urban life"

Konferenz "Green economy and the quality of urban life"

Die Konferenz befasste sich mit "Grüner Wirtschaft" und Möglichkeiten zur Steigerung der Lebensqualität im urbanen Raum. Eine interessante Frage, die immer wieder aufgegriffen und diskutiert wurde, war die, ob und warum es in Russland zur Lebensqualität dazugehört, ein Auto zu besitzen. Professor Aleksej Zubets von der Finanziniversität stellte verschiedene Indizes vor, mit denen seine Fakultät die Zufriedenheit mit den Lebensbedingungen in allen russischen Städten mit über 500.000 Einwohnern gemessen wurde. Der Besitz eines Autos wurde in den Index zur Lebensqualität aufgenommen, von späteren Vortragenden aber kritisiert. Gleichzeitig gab es die Meinung, ein Auto zu besitzen dürfe nicht gleichgestellt werden mit der täglichen Nutzung des Autos. Als Fortsetzung der Diskussion stellte Torben Heinemann, Stadtplanner aus Deutschland, das Verkehrssystem Leipzigs vor, das Umweltfreundlichkeit mit einem Gewinn an Lebensqualität zu vereinen versucht.

Ein weiterer Vortrag von Greenpeace Russland behandelte die Probleme des Recyclings, die es in Moskau gibt, Das ganze System wurde ursprünglich autonom organisiert, dann vom Staat verboten und durch eine leider unzureichende Anzahl an mobilen Abgabestellen substituiert.

Des Weiteren gab es Vorträge von der UNDP zu einem Planprojekt für emissionsarme Stadtmobilität, in der Carsharing, Leihfahrräder und ÖPNV stärker verbunden werden sollen. Für das Projekt wurden Kasan und Kaliningrad ausgewählt, doch da die UNDP in Moskau sitzt, besteht auch für die Hauptstadt großes Interesse.

Vom Ministerium für Verkehr wurden die Möglichkeiten von Elektroautos vorgestellt. Der Schwerpunkt lag dabei auf dem Aufbau der Ladeinfrastruktur. In Russland bestehe das Problem, dass es kaum Ladestationen für Elektroautos gäbe, was auch verhindere, dass Autos mit dieser Antriebsart ein relevanter Faktor auf dem Markt werden könnten. Vom Ministerium wurde das Ziel gesetzt zumindest in den Metropolen in den nächsten fünf Jahren eine ausreichende Abdeckung mit Ladestationen zu schaffen. Die Vortragenden waren zuversichtlich, dass dadurch die Anzahl der Elektroautos von selbst steige.

Professor Bobylev von der MGU hat aufgezeigt, wie die mögliche Entwicklung von umweltfreundlicher Wirtschaft in Russland aussehen könnte. Als letztes gab es noch den Vortrag vom deutschen Professor Helmut Federmann zu den internationalen Entwicklungen in der Transportbranche und Möglichkeiten, diese umweltverträglicher zu machen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Konferenz viele Teilaspekte sowohl der „green economy“ als auch der Verbesserung der Lebensqualität in Städten beleuchtet hat. Deutlich war aber auch, dass die Konzepte der Lebensqualität sich abhängig davon unterscheiden, in welchem Bereich der jeweilige Experte oder die Expertin tätig ist und aus welchem Land er oder sie kommt.

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