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"Vorwärts nach Asien, rückwärts nach Europa"

"Vorwärts nach Asien, rückwärts nach Europa"

Vom 27. bis zum 29. November fand in Krasnojarsk die Konferenz „Ostvektor: Perspektiven für Entwicklung Sibiriens im XXI. Jahrhundert“ statt. Die großangelegte Veranstaltung wurde organisiert von der  Sibirischen Föderalen Universität, der Stiftung für strategische Forschungen „Sibirischer Klub“ (Krasnojarsk), der Friedrich-Ebert-Stiftung, mit der Unterstützung vom Rat für Außen- und Sicherheitspolitik (Moskau) und dem Institut für Wirtschaft und Industrieforschung, sibirische Abteilung der RAdW (Nowosibirsk).

„Ein Sibirier ist nicht derjenige, der hier geboren ist, sondern derjenige, dem diese Region am Herzen liegt“, – sagte bei seinem Grußwort Alexander Uss, Vorsitzender der gesetzgebenden Versammlung der Region Krasnojarsk und Präsident der Sibirischen föderalen Universität. Es waren sehr viele Menschen vor Ort, die der Entwicklung Sibiriens nicht gleichgültig gegenüber stehen. Trotz der niedrigen Temperatur auf den Straßen beteiligten sich an der Konferenz rund 50 Experten aus Russland, Deutschland, Südkorea, China, Japan, Großbritannien und Kanada sowie rund 100 weitere Zuhörer.

An der Paneldiskussion nahmen Wiktor Tolokonsky, Gouverneur der Region Krasnojarsk, Alexander Uss, Vorsitzender der gesetzgebenden Versammlung in der Region Krasnojarsk, und Ewgenij Waganow, Rektor der Sibirischen Föderalen Universität teil.

Kernthemen der Diskussionen im Rahmen der Konferenz waren Fragen der industriellen Entwicklung, Importersatz, das Erzielen von mehr Investitionen in die sibirischen Regionen sowie die nachhaltige Entwicklung Sibiriens. Außerdem zog die Besprechung von Problemen und Perspektiven der internationalen Zusammenarbeit Russlands mit den Ländern des Asien-Pazifik-Raums viel Aufmerksamkeit auf sich.

In seinem Vortrag betrachtete Hans-Joachim Spanger, Leiter Forschungsgruppenleiter der Hessischen Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung (Frankfurt) den Ostvektor in der russischen Politik und Wirtschaft in einem gesamt-außenpolitischen Kontext. Laut Spanger soll die Ausrichtung auf asiatische Märkte das vorhandene System der europäisch-russischen Wirtschaftskontakte nicht ersetzen. Nur eine „Multi-Vektor-Strategie“ lasse Russland optimale Bedingungen für die Abkehr von einem rohrstofforientierten Modell und für die diversifizierte wirtschaftliche Entwicklung schaffen, so der Politologe.

Damit war Sergej Karaganow, Ehrenvorsitzender im Präsidium des Rates für Außen- und Sicherheitspolitik (Moskau), einverstanden. In seiner Rede nannte er Schlüsselprobleme der russischen Wirtschaft sowie die wichtigsten Aufgaben, die vor ihr stehen: „Wenn wir und Asien zukehren, sollten wir von Europa nicht abkehren. Vorwärts nach Asien, rückwärts nach Europa!“

Die Veranstaltung fand im Rahmen der Vorbereitung zum Krasnojarsker Wirtschaftsforum statt.

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