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Ural und Sibirien in einem Kurs auf Reindustrialisierung der Wirtschaft

Ural und Sibirien in einem Kurs auf Reindustrialisierung der Wirtschaft

Anfang Oktober fand in Jekaterinburg und Novosibirsk eine Veranstaltungsreihe zu den Fragen der neuen industriellen Entwicklung im Ural und in Sibirien statt. Die Veranstaltungen wurden von der Friedrich-Ebert-Stiftung organisiert.

Am 8.-9. Oktober 2014 wurde in dem Uraler Verwaltungsinstitut (Akademie der Volkswirtschaft und Staatverwaltung beim Präsidenten der RF – Ural Institut) die Konferenz "Modernisierung der alten Industrieregionen: Erfolgsfaktoren in der Zeit der Globalisierung" durchgeführt. In seinem Begrüßungsschreiben an die Konferenzteilnehmer betonte Ewgenij Kuwajschew, der Gouverneur von der Region Swerdlowsk, die Aufgabe der regionalen Industrie sei es neue Formen der konkurrenzfähigen Produktion zu erschließen, die Arbeitsproduktivität zu erhöhen und neue Märkte zu finden. Die neue Stufe der Reindustrialisierung ist zu dem Konferenzschwerpunkt geworden und wurde während der Veranstaltung in Expertenvorträgen aus Russland, Deutschland, China, Kasachstan und der Ukraine behandelt.

Zum Konferenzbeginn erzählte Prof. Dr. Michael von Hauff (Technische Universität Kaiserslautern) über die deutsche Erfahrung in der Entwicklung der nachhaltigen Gewerbegebiete. Die Industrie- und Technologieparks seien ein bekanntes und beliebtes Instrument für die Förderung des industriellen Wachstums in den Regionen und Städten, aber nicht alle Projekte solcher Art stellen die Sozialinfrastruktur und die Ökologie in den Vordergrund. Genauso interessant war die Erfahrung in der Reindustrialisierung im Nordwesten Chinas. Prof. Dr. XuiLinshi (Harbin University of Commerce) bemerkte, dass die maximale Aufgeschlossenheit der Region gegenüber den neuen Investoren und Technologien einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren im globalen Wettbewerb sei. Anschließend an die Konferenz besuchten die Teilnehmer Nischny Tagil – „das Herz des industriellen Urals“, lernten die Geschichte und die Perspektiven der Stadtentwicklung kennen.

Am 13. Oktober 2014 fand in der Verwaltung der Novosibirsk-Region im Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung ein Runder Tisch zum Thema „Industrielle Entwicklung und Rolle der Cluster in der regionalen Wirtschaft“ statt. Die Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit dem Institut für Wirtschaft und Industrieforschung, sibirische Abteilung der RAdW, organisiert. An der Diskussion nahmen unter anderen Olga Moltschanowa, Ministerin für wirtschaftliche Entwicklung in Region Novosibirsk, und Walery Kuleschow, Leiter im Wirtschaftsinstitut Novosibirsk, teil. Während der Veranstaltung wurden die Rolle der Industrie in der sibirischen Wirtschaft sowie unterschiedliche Maßnahmen zu der Förderung der industriellen Entwicklung besprochen. Laut Rudolf Traub, Leiter der Filiale der Friedrich-Ebert-Stiftung in Russland, beginnt jetzt eine neue Phase in der Diskussion über industrielle Entwicklung, eine neue Industriepolitik lässt sich herausbilden.

Die Veranstaltungsteilnehmer äußerten das Interesse an der Fortsetzung des Austausches über die effizienten Steuerungsmechanismen und Ansätze für die erfolgreiche Reindustrialisierung und Sicherstellung einer nachhaltigen regionalen Entwicklung.

Ein weiterer Teil der Veranstaltung in Novosibirsk war die Vorlesung von Prof. Dr. Udo Ludwig (Institut für Empirische Wirtschaftsforschung, Universität Leipzig) zur „Entstehung und Entwicklung ostdeutscher Transformationsökonomie“. Die Vorlesung fand für Studenten des sibirischen Verwaltungsinstituts (Akademie für Volkswirtschaft und Staatverwaltung beim Präsidenten der RF – Sibirisches Institut) statt.

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